Tiere entwicklungskinesiologisch begleiten
– Fines Weg zum ersten Fohlen –
Meine Stute Dauphine – von allen nur Fine genannt – begleitet mich inzwischen seit 18 Jahren. Kennengelernt habe ich sie, als sie gerade drei Monate alt war. Ich selbst war damals zehn Jahre alt. Als Fine vier Jahre alt war, kam sie schließlich zu mir. Seitdem haben wir nahezu jeden Tag miteinander verbracht.Über die Jahre sind wir gemeinsam gewachsen, haben Herausforderungen gemeistert und eine tiefe Verbindung aufgebaut. Diese lange gemeinsame Geschichte macht es mir heute möglich, viele ihrer kleinen Veränderungen wahrzunehmen und ihren Weg aufmerksam zu begleiten.
Schon vor einigen Jahren kam der Gedanke auf, Fine einmal ein Fohlen bekommen zu lassen. Damals standen wir jedoch mitten in unserer aktiven sportlichen Zeit und der Wunsch rückte wieder in den Hintergrund.
Erst vor etwa anderthalb Jahren wurde das Thema erneut präsent. Rückblickend habe ich das Gefühl, dass Fine selbst diesen Impuls gegeben hat. Sie war immer ein motiviertes Sportpferd und schien an einem Punkt angekommen zu sein, an dem ihre bisherige Aufgabe erfüllt war. Es war weniger ein Abschied vom Sport als vielmehr die Einladung, Raum für etwas Neues entstehen zu lassen.
Zwischen Hoffnung und Zweifel
Im Frühjahr begann unser gemeinsamer Weg Richtung Trächtigkeit. Wie viele Pferdebesitzer hoffte ich auf einen unkomplizierten Verlauf. Doch Besamung um Besamung verging, ohne dass Fine tragend wurde.
Natürlich wurden tierärztliche Untersuchungen durchgeführt und verschiedene Möglichkeiten ausgeschöpft. Gleichzeitig bemerkte ich bei mir selbst etwas, das ich aus meiner Arbeit mit Menschen gut kenne: Angst.
Fine war bereits 17 Jahre alt und sollte ihr erstes Fohlen bekommen. Gedanken wie „Was, wenn es nicht klappt?“ oder „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ waren immer wieder präsent.
Heute erkenne ich darin etwas wieder, das viele Menschen mit Kinderwunsch erleben. Den Wunsch, alles richtig zu machen. Die Sorge, wertvolle Zeit zu verlieren. Den Druck, der entsteht, wenn Hoffnung und Unsicherheit nebeneinander bestehen.
Gerade dadurch wurde mir noch einmal bewusst, wie wichtig die Themen sind, die wir in der Entwicklungskinesiologie begleiten. Denn häufig geht es nicht nur um körperliche Voraussetzungen, sondern auch um Vertrauen, Sicherheit und die Fähigkeit, dem eigenen Weg zu vertrauen.
Natürlich wurden tierärztliche Untersuchungen durchgeführt und verschiedene Möglichkeiten ausgeschöpft. Gleichzeitig bemerkte ich bei mir selbst etwas, das ich aus meiner Arbeit mit Menschen gut kenne: Angst.
Fine war bereits 17 Jahre alt und sollte ihr erstes Fohlen bekommen. Gedanken wie „Was, wenn es nicht klappt?“ oder „Wenn nicht jetzt, wann dann?“ waren immer wieder präsent.
Heute erkenne ich darin etwas wieder, das viele Menschen mit Kinderwunsch erleben. Den Wunsch, alles richtig zu machen. Die Sorge, wertvolle Zeit zu verlieren. Den Druck, der entsteht, wenn Hoffnung und Unsicherheit nebeneinander bestehen.
Gerade dadurch wurde mir noch einmal bewusst, wie wichtig die Themen sind, die wir in der Entwicklungskinesiologie begleiten. Denn häufig geht es nicht nur um körperliche Voraussetzungen, sondern auch um Vertrauen, Sicherheit und die Fähigkeit, dem eigenen Weg zu vertrauen.
Entwicklungskinesiologische Begleitung
Parallel dazu begann ich, Fine entwicklungskinesiologisch zu begleiten. Mit Balancen, Positiven Punkten, Akupressurpunkten sowie Methoden aus der Entwicklungskinesiologie, Touch for Health und AMSTAR unterstützte ich sie auf ihrem Weg zur Mutterschaft.
Dabei durfte ich selbst erleben, was viele Menschen in ähnlichen Prozessen empfinden: das Warten, das Hoffen und die wiederkehrende Frage, ob es diesmal geklappt hat.
Interessanterweise begann ich genau in dieser Zeit, Workshops zur Entwicklungskinesiologie zu unterrichten. Während ich anderen Menschen die Prozesse von Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt näherbrachte, erlebte ich diese Themen auf einer sehr persönlichen Ebene selbst.
Natürlich ist es etwas anderes, ob man selbst schwanger werden möchte oder seine Stute begleitet. Doch das Wechselspiel zwischen Hoffnung und Unsicherheit konnte ich plötzlich noch viel besser nachvollziehen.
Dabei durfte ich selbst erleben, was viele Menschen in ähnlichen Prozessen empfinden: das Warten, das Hoffen und die wiederkehrende Frage, ob es diesmal geklappt hat.
Interessanterweise begann ich genau in dieser Zeit, Workshops zur Entwicklungskinesiologie zu unterrichten. Während ich anderen Menschen die Prozesse von Empfängnis, Schwangerschaft und Geburt näherbrachte, erlebte ich diese Themen auf einer sehr persönlichen Ebene selbst.
Natürlich ist es etwas anderes, ob man selbst schwanger werden möchte oder seine Stute begleitet. Doch das Wechselspiel zwischen Hoffnung und Unsicherheit konnte ich plötzlich noch viel besser nachvollziehen.
Trotz aller Rückschläge hatte ich nie das Gefühl, dass Fine diesen Weg nicht gehen wollte. Im Gegenteil: Sie war schon früher eine wunderbare „Tante“ für jüngere Pferde gewesen und ich spürte immer wieder ihren Wunsch, selbst Mutter zu werden.
Besonders berührt hat mich ein Moment bei der Hengstauswahl. Ich legte mehrere Namen aus und ließ Fine selbst entscheiden. Immer wieder ging sie zu demselben Hengst und wandte sich von den anderen ab.
Für mich war das ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie klar Tiere oft wissen, was für sie stimmig ist – wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, sich auszudrücken.
Besonders berührt hat mich ein Moment bei der Hengstauswahl. Ich legte mehrere Namen aus und ließ Fine selbst entscheiden. Immer wieder ging sie zu demselben Hengst und wandte sich von den anderen ab.
Für mich war das ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie klar Tiere oft wissen, was für sie stimmig ist – wenn wir ihnen die Möglichkeit geben, sich auszudrücken.
Die Bedeutung des passenden Umfelds
Mit der Zeit wurde immer deutlicher, dass vielleicht nicht die medizinischen Voraussetzungen das eigentliche Hindernis waren. Fine stand damals in einem Ausbildungsstall mit viel Bewegung, wechselnden Nachbarn und ständig neuen Eindrücken.
Für unsere sportliche Zeit war das ideal. Für den neuen Lebensabschnitt möglicherweise nicht.
Erst als sie in einen Stall umzog, in dem ausschließlich Zuchtstuten leben, veränderte sich etwas grundlegend. Dort fand sie Ruhe, eine stabile Herde und ein Umfeld, das zu ihrer neuen Aufgabe passte.
Heute glaube ich, dass nicht nur der Körper bereit sein muss. Manchmal braucht es auch die passenden äußeren Bedingungen, damit Entwicklung stattfinden kann.
Für unsere sportliche Zeit war das ideal. Für den neuen Lebensabschnitt möglicherweise nicht.
Erst als sie in einen Stall umzog, in dem ausschließlich Zuchtstuten leben, veränderte sich etwas grundlegend. Dort fand sie Ruhe, eine stabile Herde und ein Umfeld, das zu ihrer neuen Aufgabe passte.
Heute glaube ich, dass nicht nur der Körper bereit sein muss. Manchmal braucht es auch die passenden äußeren Bedingungen, damit Entwicklung stattfinden kann.
Begleitung während der Trächtigkeit
Ende Juli kam schließlich die Nachricht, auf die wir so lange gewartet hatten: Fine war tragend.
Seitdem begleite ich Fine und ihr heranwachsendes Fohlen weiterhin kinesiologisch. Dabei betrachte ich nicht nur Mutter und Fohlen einzeln, sondern auch die Verbindung zwischen ihnen.
Immer wieder fasziniert mich, wie fein Tiere auf diese Form der Begleitung reagieren. Oft reichen kleine Impulse aus, damit sich etwas ordnet oder entspannt. Gerade während der Trächtigkeit hatte ich häufig das Gefühl, dass Fine und das in ihr wachsende Leben sehr deutlich auf diese Unterstützung antworten.
Seitdem begleite ich Fine und ihr heranwachsendes Fohlen weiterhin kinesiologisch. Dabei betrachte ich nicht nur Mutter und Fohlen einzeln, sondern auch die Verbindung zwischen ihnen.
Immer wieder fasziniert mich, wie fein Tiere auf diese Form der Begleitung reagieren. Oft reichen kleine Impulse aus, damit sich etwas ordnet oder entspannt. Gerade während der Trächtigkeit hatte ich häufig das Gefühl, dass Fine und das in ihr wachsende Leben sehr deutlich auf diese Unterstützung antworten.
Manchmal braucht Entwicklung Zeit
Dieser Weg hat mich noch einmal daran erinnert, dass Entwicklung selten unter Druck entsteht. Oft braucht es Vertrauen, Geduld, den richtigen Zeitpunkt und ein Umfeld, in dem Wachstum möglich wird.Manchmal braucht neues Leben nicht nur einen gesunden Körper, sondern auch das Gefühl, wirklich willkommen zu sein.
Und inzwischen gibt es die schönste Nachricht überhaupt: Fine hat ihr erstes Fohlen gesund zur Welt gebracht. Die kleine Soleil de Dauphine ist da und erinnert mich jeden Tag daran, wie viel entstehen kann, wenn Entwicklung ihren eigenen Weg gehen darf.
Autorin: Stella Peters
Kinesiologin BK DGAK zertifiziert
Kinesiologin BK DGAK zertifiziert


